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Pforzheim fördert grüne Gebäude: Das Programm „Grün mal drei“

Die Stadt Pforzheim unterstützt Bauherren und Sanierer bei Begrünungsmaßnahmen für Klima und Artenvielfalt.
23. August 2026·Quelle: pforzheim.de·KI-zusammengefasst

Städtische Gebiete stehen zunehmend vor Herausforderungen durch den Klimawandel, wie etwa Hitzeinseln und Starkregenereignisse. Grüne Infrastruktur bietet hier wirksame Lösungen, um das Stadtklima zu verbessern und die Artenvielfalt zu fördern.

Die Stadt Pforzheim hat mit dem Förderprogramm „Grün mal drei“ eine Initiative gestartet, die Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien dabei unterstützt, ihre Gebäude und deren Umfeld grüner zu gestalten. Dieses Programm ist ein zentraler Baustein des „Masterplan Klima Pforzheim 2030“ und zielt darauf ab, die Klimaanpassung sowie die Biodiversität innerhalb der Stadt zu stärken.

Welche Maßnahmen werden gefördert?

Das Programm konzentriert sich auf drei wesentliche Bereiche der Begrünung:

  1. Dachbegrünung: Die Anlage von Gründächern wird bezuschusst. Diese tragen dazu bei, Gebäude zu kühlen, Regenwasser zurückzuhalten und bieten gleichzeitig Lebensräume für Insekten und andere Kleintiere.
  2. Fassadenbegrünung: Die Bepflanzung von Gebäudefassaden mit Kletterpflanzen oder die Installation von vertikalen Gärten wird gefördert. Dies verbessert die Wärmedämmung, mindert Lärm und trägt zur Luftreinigung bei.
  3. Entsiegelung und Begrünung von Flächen: Die Umwandlung von versiegelten Hofflächen, Parkplätzen oder anderen befestigten Arealen in wasserdurchlässige, grüne Bereiche wird unterstützt. Dies verbessert die Versickerung von Regenwasser, reduziert den Abfluss bei Starkregen und schafft neue grüne Oasen im Stadtbild.

Vorteile für Stadt und Natur

Diese Begrünungsmaßnahmen bieten vielfältige Vorteile:

  • Klimaanpassung: Grüne Flächen mindern den städtischen Wärmeinseleffekt durch Beschattung und Verdunstungskühlung. Sie binden zudem CO2 und filtern Schadstoffe aus der Luft.
  • Biodiversität: Gründächer und Fassaden schaffen neue Lebensräume und Nahrungsquellen für verschiedene Arten, darunter Insekten und Vögel, und tragen so zur urbanen Artenvielfalt bei.
  • Wassermanagement: Grüne Infrastruktur hilft, Regenwasser zurückzuhalten, entlastet die Kanalisation und mindert das Risiko von Überschwemmungen bei Starkregenereignissen.
  • Lebensqualität: Eine grünere Umgebung steigert die ästhetische Qualität städtischer Räume und verbessert das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner.

Förderdetails für Immobilienbesitzer

  • Antragsberechtigung: Antragsberechtigt sind private Eigentümer, Unternehmen, Vereine und Institutionen, die eine Immobilie in Pforzheim besitzen.
  • Förderhöhe: Es werden bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten für die Begrünungsmaßnahmen übernommen.
  • Maximale Förderung: Die maximale Förderhöhe beträgt 10.000 Euro pro Objekt.
  • Antragstellung: Anträge können online über die offizielle Webseite der Stadt Pforzheim eingereicht werden.

Das Programm „Grün mal drei“ in Pforzheim ist ein konkretes Beispiel dafür, wie Städte Eigentümerinnen und Eigentümer aktiv bei der Umsetzung wichtiger Begrünungsprojekte unterstützen können. Durch Investitionen in grüne Infrastruktur geht Pforzheim gezielte Schritte in Richtung einer klimaresilienteren und artenreicheren Stadt der Zukunft.

Quelle
pforzheim.de · Original lesen ↗
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