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Trockenmauern: Lebendige Biotope für Zauneidechse, Wildbiene & Erdkröte

Wie Bauherren, Sanierer und Architekten mit Natursteinmauern urbane Artenvielfalt fördern.
05. August 2026·Quelle: medienservice.sachsen.de·KI-zusammengefasst
Trockenmauern: Lebendige Biotope für Zauneidechse, Wildbiene & Erdkröte

Trockenmauern sind mehr als nur bauliche Elemente zur Hangsicherung oder Grundstücksbegrenzung. Sie stellen in unseren Städten und Gemeinden oft unerkannte, aber äußerst wertvolle Lebensräume dar. Für Bauherren, Sanierer und Architekten bieten sie eine hervorragende Möglichkeit, Artenschutz direkt in Bauprojekte zu integrieren und so einen konkreten Beitrag zur urbanen Biodiversität zu leisten.

Die besondere Bauweise von Trockenmauern – das fugenlose Schichten von Natursteinen ohne Mörtel – schafft eine Vielzahl von Nischen, Spalten und Hohlräumen. Diese Struktur führt zu einem einzigartigen Mikroklima: Tagsüber speichern die Steine Wärme und geben sie langsam ab, während die tieferen Spalten kühl und feucht bleiben. Diese Bedingungen sind ideal für eine Reihe von Tierarten, die in unserer Kulturlandschaft zunehmend unter Druck stehen.

Ein prominenter Bewohner dieser Strukturen ist die Zauneidechse. Sie ist auf sonnige Plätze zum Aufwärmen angewiesen und benötigt gleichzeitig sichere Verstecke vor Fressfeinden. Die Spalten einer Trockenmauer bieten ihr beides: sonnenexponierte Steine zum Sonnenbaden und tiefe, geschützte Ritzen als Rückzugsort. Auch für die Eiablage sind die warmen, sandigen Bereiche in oder hinter Trockenmauern ideal. Da die Zauneidechse streng geschützt ist, kann die Schaffung oder der Erhalt solcher Habitate bei Bauvorhaben von großer Bedeutung sein.

Ebenso profitieren zahlreiche Wildbienenarten von Trockenmauern. Viele Wildbienen sind Bodennister oder nutzen vorhandene Hohlräume zur Anlage ihrer Brutzellen. Die Fugen und Hohlräume in Trockenmauern bieten ideale Nistplätze, insbesondere wenn sie mit sandigem Material gefüllt sind. Die Wärme der Steine fördert zudem die Entwicklung der Larven. Durch die Integration von Trockenmauern können Bauherren und Architekten aktiv dazu beitragen, die Populationen dieser wichtigen Bestäuber zu stärken.

Auch die Erdkröte findet in Trockenmauern einen wichtigen Unterschlupf. Tagsüber oder bei Trockenheit zieht sie sich in feuchte, kühle Spalten zurück, um nicht auszutrocknen. Die tieferen Bereiche einer Trockenmauer bieten ihr genau diese Bedingungen. Zudem können solche Mauern als Überwinterungsquartiere dienen und den Tieren sichere Verstecke vor Frost bieten.

Für die Planung und Umsetzung bedeutet dies:

  • Materialwahl: Bevorzugen Sie heimische Natursteine, die sich gut ohne Mörtel schichten lassen.
  • Standort: Berücksichtigen Sie sonnige und halbschattige Bereiche, um unterschiedliche Mikroklimata zu schaffen.
  • Struktur: Achten Sie auf eine stabile Bauweise, die dennoch ausreichend Hohlräume und Spalten bietet. Eine Hinterfüllung mit Schotter oder sandigem Substrat kann die Lebensraumqualität weiter erhöhen.
  • Integration: Trockenmauern lassen sich hervorragend in Garten- und Landschaftsgestaltung, als Begrenzungselemente oder zur Terrassierung integrieren.

Die bewusste Entscheidung für den Bau oder die Sanierung mit Trockenmauern ist somit ein praktischer und effektiver Weg, um Artenschutz im urbanen Raum zu fördern. Sie schaffen nicht nur ästhetisch ansprechende Strukturen, sondern auch lebendige Biotope, die unsere Städte reicher und widerstandsfähiger machen. Planen Sie diese ökologisch wertvollen Elemente von Anfang an in Ihre Projekte ein und tragen Sie aktiv zum Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt bei.

Quelle
medienservice.sachsen.de · Original lesen ↗
Dieser Beitrag wurde redaktionell zusammengefasst (Modell: gemini-2.5-flash). Verbindliche Auskünfte erteilen die genannten Stellen.
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